Die Ausbreitung des Christentums

Teil 5: Die konstantinische Wende


Im Jahr 311 brach ein Streit darüber aus, wer Kaiser werden soll. 312 kam es zur Schlacht an der Milvischen Brücke. Konstantin der Große hat die Schlacht und damit den Kaisertitel gewonnen. Und in dieser Schlacht geschah etwas Unglaubliches, was für das Christentum eine große Bedeutung hatte:

Die Legende besagt, dass Konstantin kurz vor dem entscheidenden Sieg ein Flammenkreuz am Himmel aufleuchten sah. Daneben konnte er die Zeichen lesen: 

IN HOC SIGNO VINCES 

(=“In diesem Zeichen wirst du siegen“)

Das Kreuz war das Zeichen des christlichen Glaubens. Nun hatte dieses Zeichen Konstantin den Sieg gebracht... Das Kreuz wurde quasi über Nacht zum Siegeszeichen des Römischen Reiches. Konstantin hatte von nun an eine freundliche Haltung gegenüber Christen. 

  • Er wurde zwar nicht gleich selbst zum Christen.
  • Aber er erlaubte im Jahr 313 allen römischen Bürgern, dass sie ihren Glauben frei wählen dürfen. 
  • Das war das Ende der Christenverfolgung.


Damit endete für alle Christen der Zwang, die römischen Götter zu ehren. 
Die Kirche bekam ihr Eigentum zurück. 
Bischöfe bekamen die gleiche Rechte und Ehren wie die Senatoren. 
Außerdem erklärte Konstantin den Sonntag zum gesetzlichen Ruhetag, damit die Christen ihren Gottesdienst feiern konnten. 


Konstantin merkte, dass ihm eine vereinte und starke Kirche helfen könnte, das Reich zu regieren. Die Christen durften jetzt auch hohe Staatsämter ausüben. 



Konstantin hatte sogar seine Söhne christlich erziehen lassen, damit sie nach dem Tod des Vaters die christenfreundliche Politik des Vaters fortsetzen. Auf dem Sterbebett ließ Konstantin sich schließlich taufen.

Der Kaiser Theodosius machte schließlich Nägel mit Köpfen: Im Jahr 380 erklärte er das Christentum zum Staatsreligion

Und dann wendete sich das Blatt:

  • 391 wurde der Glaube an die Staatsgötter endgültig verboten und damit alle Feste, Opferhandlungen und Rituale für diese Götter.
  •  Die Tempel wurden geschlossen
  • Nur noch der Christengott durfte angebetet werden. 
  • Nur noch zu Ehren des Christengottes durften Feiern veranstaltet werden. 
  • Alle Feste für andere Götter wurden verboten, zum Beispiel auch die Olympischen Spiele.

 

Es hat also 400 Jahre gedauert, bis der christliche Glaube "erlaubt" war. Die Durchsetzung des Christentums hatte ein Verbot aller anderen Glaubensrichtungen zur Folge...


Aufgabe: 

Lernspiel