Die Ausbreitung des Christentums
Teil 4: Die zweite Phase der Christenverfolgung
Bis jetzt dauerte die erste Phase der Christenverfolgung. In der ersten Phase gab es nur Einzelmaßnahmen an bestimmten Orten gegen bestimmte Personen.
Mit dem Kaiser Decius beginnt nun die zweite Phase der Christenverfolgung. Nun werden die Maßnahmen strenger und brutaler. Sie richten sich gegen alle Christen überall im römischen Reich.
Das waren die Beschlüsse von Kaiser Decius:
- Alle mussten an Opferfeiern für die römischen Götter teilnehmen.
- Für die Teilnahme bekam man einen "Opferschein".
- Die Opferscheine wurden kontrolliert.
- Wer bei Kontrollen keinen Opferschein vorzeigen konnte, wurde gekreuzigt, in der Arena an Raubtiere verfüttert oder als Arbeitssklave im Bergwerk eingesetzt.
Kaiser Valerian erließ ein Versammlungsverbot für Christen. Außerdem ließ er alle Bischöfe verhaften und ohne Prozess hinrichten. Doch es blieb dabei: Je schlimmer das Vorgehen gegen Christen und gegen die Kirche – umso stärker wurde der Zusammenhalt. In dieser Zeit sagte man:
"Das Blut der Märtyrer ist der Samen der Kirche."
Der Kaiser Diokletian (284 bis 305) verschärfte noch einmal die Maßnahmen gegen Christen. Er wollte die Kirche endgültig zerschlagen und die Christen ausrotten. Seine Maßnahmen waren:
o Verbot aller christlichen Gottesdienste
o Zerstörung aller Kirchen
o Verbrennung aller christlichen Schriften
o Festnahme aller christlichen Staatsbeamten
o Ämterverbot für Christen
o Todesstrafe für alle, die das Kaiseropfer verwehren
Diese Maßnahmen verkündete er im Jahr 303 per Edikt.