Die Ausbreitung des Christentums
Teil 3: Die erste Phase der Christenverfolgung
Nun gab es einzelne Maßnahmen und Bestrafungen gegen Christen in bestimmten Orten. Im Jahr 49 n. Chr. vertrieb der Kaiser Claudius zum Beispiel alle Juden und Christen aus Rom. Weil sie sich abschotteten und nicht an den Staatsfeiern teilnahmen, waren Juden und Christen im Römischen Reich Ausgegrenzte. Sie wurden von vielen gehasst. Passierte irgendwo ein Verbrechen, wurde nicht lange überlegt: Die Christen waren es!
So geschah es im Jahr 64. In Rom kam es zu einem fürchterlichen Brand. Der Kaiser Nero beschuldigte die Christen, den Brand gelegt zu haben. Obwohl das nie bewiesen werden konnte, wurden tausende Christen hingerichtet.
Die Christen wurden dann immer strenger bewacht. Der Kaiser Trajan verlangte von ihnen, dass sie an den Festen für die Staatsgötter teilnehmen. Christen, die nicht teilnahmen, konnten bestraft und sogar getötet werden.
Der Kaiser Septimus Severus verbot im Jahr 202, dass sich Menschen zum Judentum oder zum Christentum bekehren lassen. Doch alle Verbote halfen nicht: Immer mehr Menschen bekannten sich zum Christentum. Alle Maßnahmen gegen die Kirche stärkten nur das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Christen.