Die Ausbreitung des Christentums


Teil 2: Was hatten die Römer gegen die Christen?

Eine gute Frage, denn eigentlich waren die Römer sehr tolerant. Sie verehrten selbst sehr viele Götter. Wenn die Römer fremde Völker eroberten, erklärten sie in den neuen Provinzen:

„Ihr könnt eure eigenen Götter ehren – ihr müsst aber auch unsere Staatsgötter ehren und an allen Festen für unsere Götter teilnehmen. Tut ihr das nicht, gefährdet ihr das Wohl des ganzen Römischen Reiches!“

Und diese Regel brachte Juden und Christen in eine schwierige Situation. Denn wie hieß nochmal das erste Gebot für Juden und Christen?

Du darfst keine anderen Götter haben neben mir.

Juden und Christen haben ihr Schicksal in die Hand eines Gottes gelegt. Sie glauben, dass er sie allein beschützen kann. Das bedeutet: Ein Christ oder ein Jude darf keine römischen Staatsgötter verehren, ohne den eigenen Glauben zu verraten!
Juden und Christen stecken also in einer regelrechten Zwickmühle:

  • Sie wollten keinen Ärger mit den Römern. 
  • Sie wollten aber auch an ihrem Glauben an einen Gott festhalten.          

                                     

Das führt dazu, dass sie ihren Glauben verbergen und sich nur heimlich treffen. Doch das macht die Römer nur noch misstrauischer: Was führen diese Leute im Schilde, was wir nicht wissen dürfen?