Das Wartburgfest


Mit den Ergebnissen des Wiener Kongresses wurde der Adel in seiner Position gestärkt, während viele Menschen von den Ergebnissen enttäuscht waren. Einige Studenten schlossen sich zu Burschenschaften zusammen und trafen sich, um über die politische Zukunft Deutschlands zu sprechen.

Ein größeres Treffen der deutschen Burschenschaften fand im Jahr 1817 auf der Wartburg bei Eisenach statt. Etwa 500
Studenten und einige Professoren trafen sich hier, um den 300. Jahrestag der Reformation zu feiern. Ebenso gedachten sie an den Sieg über Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig.

Die Studenten beschränkten sich jedoch nicht nur auf ein stilles Gedenken an die Ereignisse der Vergangenheit – in patriotischen Reden und schwarz-rot-goldene Fahnen schwenkend, forderten sie ein einheitliches, freies Deutschland.
Auf dem Wartburgfest schrieben die Burschenschaften gemeinsame Grundsätze auf. Ihre Losung war "Ehre - Freiheit - Vaterland".

Im Verlauf des Wartburgfestes gingen die versammelten Freiheitskämpfer dazu über. verhasste Symbole der Adelsherrschaft zu verbrennen, wie z.B. preußische Uniformen, Perückenzöpfe sowie sogenannte „undeutsche“ Schriften von Autoren, die sich gegen die Ziele der Burschenschaften wandten.

Einer dieser verhassten Autoren war August von Kotzebue. An ihm entlud sich die Wut der Studenten, denn er wurde nach dem Wartburgfest von einem der Teilnehmer ermordet. Die Fürsten nahmen diesen Mord zum Anlass, um streng gegen die Studenten vorzugehen. Der österreichische Fürst von Metternich lud alle deutschen Fürsten nach Karlsbad ein, um dort das gemeinsame Vorgehen gegen die nationalen und liberalen Bewegungen zu besprechen.



Aufgabe "Wartburgfest"

Notiere,

  • wann das Wartburgfest stattfand,
  • wo das Wartburgfest stattfand,
  • wer am Wartburgfest teilnahm,
  • welche Forderungen aufgestellt wurden und
  • inwiefern das Wartburgfest eskalierte.