Die Karlsbader Beschlüsse


Die Entschlossenheit der Freiheitskämpfer auf dem Wartburgfest und die Ermordung des Revolutionsgegners August von Kotzebue verunsicherte die deutschen Fürsten. Auch der österreichische Fürst von Metternich war der Ansicht, dass dem Freiheitsdrang der Studenten ein Riegel vorgeschoben werden muss. 


Im Jahr 1819 lud Fürst von Metternich die deutschen Fürsten nach Karlsbad ein, um dort gemeinsam das weitere Vorgehen gegen den Freiheitskampf der Studenten zu besprechen.


Das Ergebnis dieses Treffens waren die Karlsbader Beschlüsse. Diese waren im gesamten Gebiet des Deutschen Bundes wirksam und waren ein schwerwiegender Eingriff in die Freiheit der Bürger:

1. Verbot der Farben Schwarz-Rot-Gold
2. Verbot der Burschenschaften
3. Strenge Überwachung der Universitäten und Professoren
4. Verschärfung der Presse-Zensur (=strenge Kontrolle aller Zeitungen und Schriften, um revolutionären Gedanken entgegenzuwirken)

Die Karlsbader Beschlüsse zeigten die gewünschte abschreckende Wirkung. Die meisten Bürger reagierten eingeschüchtert und nahmen Abstand vom Freiheitskampf. Sie wandten sich vom öffentlichen Geschehen ab und zogen sich ins Privatleben zurück. Diesen Rückzug ins Privatleben nennt man "Biedermaierzeit".
Die Fürsten konnten durch die Karlsbader Beschlüsse und deren Durchsetzung beweisen, dass sie das Geschehen in den deutschen Staaten bestimmten - und nicht die Bürger! Ein einheitlicher deutscher Nationalstaat rückte in weite Ferne. 



Aufgabe "Karlsbader Beschlüsse

Notiere,

  • was der Anlass für die Karlsbader Beschlüsse waren,
  • wann die Karlsbader Beschlüsse aufgesetzt wurden,
  • wo das Treffen stattfand,
  • wer alles beteiligt war,
  • was die Beschlüsse waren,
  • welche Folgen die Karlsbader Beschlüsse hatten.