Die Ausbreitung des Christentums

Teil 6: Wie es weiterging


Wie geht es weiter? Nun schießen überall Kirchen und Klöster aus dem Boden. Die christliche Gemeinschaft wächst und wächst. Bischöfe leiten die christlichen Gemeinden. 600 n. Chr. haben sich die meisten Römer dem Christentum zugewandt. Natürlich waren die Bischöfe den Kaisern unterstellt. Doch weil sie viel Einfluss aufs Volk hatten, wurden sie immer mächtiger. Der erste Bischof von Rom war der Apostel Petrus. In der Bibel steht, dass Jesus Petrus den Schlüssel für das Himmelsreich übergeben hat. Damit hat Jesus Petrus zu seinem Nachfolger bestimmt. Deshalb glaubten die Christen, dass Petrus wichtiger sei als alle anderen Bischöfe.  Und alle nachfolgenden Bischöfe Roms glauben, dass sie auch wichtiger wären als andere Bischöfe – sie sind schließlich die Nachfolger des großen Apostels Petrus! 

Wer gerade Bischof von Rom war, wollte über die ganze Kirche bestimmen. Ab 390 bezeichnen sich die Bischöfe Roms nicht mehr als Bischöfe, sondern als Päpste (papa = Vater). 

 

Und Papst Gregor macht 200 Jahre später ein Gesetz daraus: Wer gerade Bischof von Rom ist, ist auch das Oberhaupt der christlichen Kirche!