Die Vorgeschichte

„Bewegte Bilder“ oder „lebende Fotografie“ wurden erst möglich durch die Erfindung des Cinématographen. Im Jahr 1894 entwickelten die Brüder Lumière einen Apparat, mit dem man Filme aufnehmen und auch abspielen konnte. 
Die Cinématographen konnten aber nur schwarz-weiße Bilder wiedergeben und auch keine Tonspur. Alle Filme mussten durch live gespielte Klavier- oder Orgelmusik begleitet werden. Meist improvisierte ein Musiker spontan Melodien zu den gezeigten Bildern.


Die Anfänge

Die Brüder schafften es nun, ihre Erfindung auf der ganzen Welt bekannt zu machen und zu verkaufen. In New York, Berlin und Paris wurden schon 1895 die ersten Filme gezeigt. Sie dauerten nur wenige Minuten und zeigten banale Dinge – umherlaufende Tiere oder in Bahnhöfe einfahrende Züge. Durch die fehlende Erfahrung mit sich bewegenden Bildern reagierten die Zuschauer geschockt. Wenn sie zum Beispiel auf der Leinwand einen fahrenden Zug sahen, rannten sie aus dem Kino, denn sie hatten Angst, von dem Zug überfahren zu werden. 


Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.

Zustimmen & anzeigen

Filme mit Handlung

In der 20er Jahren wurde der Film zum Massenmedium. In Deutschland gab es sagenhafte 5000 Kinos, die von 2 Millionen Menschen besucht wurden - täglich!
Schnell stieg der Anspruch an die Filme, an die Regisseure und Produzenten. Statt alberne und zappelnde Bilder erwarteten die Kinogänger nun kunstvolle Filme, komplexe Handlungen und aufwändige Kulissen.
Auch der musikalischen Untermalung schenkte man immer mehr Beachtung. Filmkomponisten nun passgenaue Filmmusiken, die bei allen Aufführungen genauso gleich gespielt werden sollten - und zwar live.
Außerdem gab es bei komplizierten Handlungen anfangs Filmerklärer. Diese wurden aber schnell durch eingeblendete Zwischentitel ersetzt.
In dieser Zeit entstand der Starkult – Schauspieler mit einer besonderen Ausstrahlung lösten weltweite Begeisterung aus und wurden von der Filmindustrie als „Zugpferde“ für neue Filme genutzt.



Filmfabrik Deutschland

Kaum zu glauben, aber vor dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland das Mekka des Films! In den 20er und 30er Jahren produzierte Deutschland mehr Filme, als alle anderen Länder auf der Welt zusammen. Jeder neue Film wurde zuerst in Berlin aufgeführt. Erst durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges konnte Hollywood Berlin den Status der Filmstadt streitig machen. Drei Filme waren besonders bemerkenswert.