Das alte Rom

3. Wie die Römer ihr Reich regierten

Zuerst eine kurze Wiederholung...

Erinnere dich:

Die Demokratie in Athen

Gut war:

  • dass viele gemeinsam entscheiden durften


  • dass wichtige Ämter per Los vergeben wurden (jeder hatte die gleiche Chance)


  • dass auf der Volksversammlung jeder Bürger reden durfte

Schlecht war...

  • dass nur die Bürger mitentscheiden durften


  • dass Frauen, Fremde und Sklaven nicht mitentscheiden durften

Und nun zu den Römern...

Du weißt schon, dass die römische Gesellschaft zweigeteilt war: in Patrizier und Plebejer.
Die Patrizier sahen sich an der Spitze der Republik:

  • Sie besetzten die wichtigen Ämter.
  • Sie stellen im Krieg die Offiziere, bestimmten also über die Kriegsführung.
  • Sie ernannten Priester, die die Tempel beaufsichtigten.


Die Patrizier

Patrizier wohnten meistens in schönen Stadtvillen, besaßen aber zusätzlich große Landgüter. Diese Landgüter wurden von Verwaltern, Landarbeitern und Sklaven bewirtschaftet. Das verschaffte den Patriziern viel Freizeit, in sie politische Ämter ausüben konnten. Sie konnten an Senatssitzungen teilnehmen. Das Obst und Gemüse, was auf den Landgütern angebaut wurden, konnten die Patrizier verkaufen. Dadurch hatten sie gute Einnahmen, von denen sie leben konnten. Denn für das Ausüben politischer Ämter bekamen sie kein Geld. Man konnte sie nur ausüben, wenn der Lebensunterhalt gesichert war. Die Patrizier mit ihren großen Landgütern, schönen Stadtvillen und wichtigen politischen Ämtern genossen viel Ansehen.

Die Plebejer

Mit den Plebejern wollten die Patrizier nichts zu tun haben. Diese verdienten ihren Unterhalt als Bauer, Handwerker oder Händler. Nur mit Mühe konnte ein Plebejer seine Familie ernähren. Wann immer es der Senat verlangte, musste der Plebejer in seiner Werkstatt alles liegen lassen und in den Krieg ziehen. Die Waffen dafür musste er selbst bezahlen. Natürlich wurde er meistens als einfacher Fußsoldat eingesetzt, nur die wenigsten Plebejer konnten sich leisten, ihren Kriegsdienst auf einem eigenen Pferd zu absolvieren. 
Außerdem waren alle Plebejer von allen politischen Ämtern ausgeschlossen. Zum einen wollten die Patrizier gar nicht die Macht mit den Plebejern teilen, zum anderen gab es ja für das Ausüben politischer Ämter kein Geld - wie sollte ein Plebejer dann seine Familie ernähren?

Der Ständekampf

Die Zweiteilung der Gesellschaft war natürlich höchst ungerecht. Die Plebejer merkten, wie wichtig sie in der römischen Gesellschaft waren und dass der römische Staat ohne sie gar nicht funktioniert hätte: 

  • In Friedenszeiten erwirtschafteten sie den Wohlstand des römischen Volkes.
  • In Kriegszeiten kämpften sie an vorderster Front mit schlechter Ausrüstung.


Doch dafür bekamen die Plebejer keine Anerkennung. Bald schon sahen sie nicht mehr ein, warum sie die ganze Last tragen sollen, aber kein Mitspracherecht in der römischen Gesellschaft hatten. Die Wut der Plebejer schaukelte sich immer weiter hoch. Es entbrannte ein Ständekampf, der sich über 200 Jahre hinzog. Um den Ständekampf zu beenden, wurde 287 vor Christus ein System erschaffen, welches alle Interessen berücksichtigen sollte:

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Klicke das Bild an, um die Übersicht zu vergrößern.

Ein Relief zeigt Prätoren in ihrer Amtskleidung.

Aufgaben:

1. Fülle mit Hilfe der Übersicht die Seite 7 im Römerheft aus. aus. Notiere die Ämter und wichtige Informationen zu jedem Amt. Male die Felder in verschiedenen Farben (mit Buntstiften) aus, damit es übersichtlicher wird.

2. Klicke auf das Bild, um das Lernspiel zu öffnen. Im Lernspiel schiebst du unter jeden Begriff die richtige Erklärung.

3. Löse auf Seite 8 im Römerheft die Aufgabe "Ämterraten".

4. Klicke auf den Lückentext und trage die richtigen Wörter in die Kästchen ein.