Das alte Rom
2. Wie die Gesellschaft geteilt war
Patrizier und Plebejer
Lange Zeit herrschten die Etrusker über das italienische Gebiet. Sogar die wichtigste Stadt, Rom, gehörte lange zum Gebiet der Etrusker. Doch um 500 vor Christus beendeten andere römische Stämme die Herrschaft der Etrusker über die Stadt Rom. Der letzte etruskische König wurde aus Rom vertrieben. Die adligen Bewohner Roms ("Patrizier") wollten nicht, dass ein Mann allein die Herrschaft hat, deshalb ernannten sie keinen neuen König.
Doch wie sollte die Stadt und das umliegende Land nun regiert werden? Die Patrizier verlangten, dass die Herrschaft zur Sache des Volkes wird ("res publica"). Genau genommen wollten sie die Macht unter sich aufteilen.
Patrizier…
1. verteilten nun alle Staatsämter unter sich,
2. wählten unter sich Offiziere für Kriege aus,
3. ernannten Priester, die die Tempel bewachten.
Natürlich gab es in Rom nicht nur Patrizier, sondern auch einfache Bürger ("Plebejer"). Plebejer waren von allen wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen. Wie unterschiedlich die beiden Bevölkerungsschichten lebten, verdeutlicht ein Brief des Plebejer-Kindes Antonius.
Aufgabe
Lies den Brief des Plebejerjungen Antonius an den Patrizier Marcus. Wenn du den Brief genau liest, erfährst du sehr viel über Plebejer und Patrizier. Ergänze mit Hilfe des Briefes die Tabelle im Heft auf Seite 6.