Ludwig XIV.
Ludwig XIV. wurde im Jahr 1643, mit 4 Jahren, offiziell zum König gekrönt. Zuerst führten seine Mutter und Kardinal Mazarin für ihn die Regierungsgeschäfte. Als Ludwig 16 Jahre alt war, übernahm er allmählich die Aufgaben des Königs. Mit 23 Jahren, nach dem Tod Mazarins, begann Ludwigs Zeit als Alleinherrscher. Er begann, Frankreich nach seinen Vorstellungen umzubauen.
Als Ludwig XIV. im Jahr 1715 starb, konnte er insgesamt auf 72 Jahre Herrschaft zurückblicken. Was hatte er erreicht?
- Frankreich war zum mächtigsten Land Europas geworden.
- Die französische Wirtschaft florierte prächtig. Durch die staatliche Kontrolle landete der Gewinn zu einem großen Teil in der Staatskasse.
- Frankreich war hinter Holland das zweitreichste Land Europas.
- Ludwig hatte den Adel entmachtet.
- Frankreich wurde in Verwaltungsbezirke eingeteilt. Diese wurden von staatlichen Beamten kontrolliert und geleitet.
- Das stehende Heer sicherte die Grenzen, eroberte neue Kolonien und führte erfolgreich Kriege mit Nachbarstaaten.
- Die ganze Welt bewunderte die französische Kultur und Lebensweise. Sogar der russische Adel sprach französisch.
Doch mit dem letzten Krieg, dem Spanischen Erbfolgekrieg, war Ludwig zu weit gegangen. In komplizierten und wechselnden Bündnissen waren in diesen Krieg Spanien, Frankreich, Holland, England und das deutsche Reich verwickelt.
Ludwigs Ziel in diesem Krieg war es, die "Habsburgische Umklammerung" zu zerschlagen, was ihm auch gelang. Allerdings musste er, um den Krieg zu gewinnen, sein ohnehin schon riesiges Heer auf 680 000 Soldaten aufstocken. Dadurch wurden Frankreichs Staatskassen extrem beansprucht. Die Steuern wurden ins Unermessliche angehoben, um den Staatsbankrott zu vermeiden.
Ludwig hat es wirklich sehr leidgetan, seine Untertanen so ausbeuten zu müssen:
Ludwig starb im Jahr 1715 im Alter von 77 Jahren. Er hinterließ sein Reich hochverschuldet.