Ludwig der XV.


Ludwig der XV.

Ludwig der XV. war der Urenkel des Sonnenkönigs. Er regierte Frankreich von 1715 bis 1774.
Er war nicht so exzentrisch wie sein Urgroßvater und bemühte sich um einen maßvollen Regierungsstil. 

An der absolutistischen Herrschaftsform hielt er fest: Er beschäftigte Berater und Minister, traf aber alle Entscheidungen im Alleingang.
In der Außenpolitik war Ludwig XV. um Ausgleich und Aussöhnung bemüht. Er suchte den Frieden zu Spanien und Österreich und beendete jahrelange Konflikte mit diesen Ländern. 

Herbe Rückschläge gab es in der Kolonialpolitik, weil England und Frankreich ihre Konflikte in ihren Kolonien austrugen. Auf amerikanischem Boden kam es zum Siebenjährigen Krieg. Frankreich verlor diesen Krieg  und musste riesige Gebiete in Nordamerika, Kanada und Indien an England abtreten.

Im Alter von 64 Jahren starb Ludwig XV. an Pocken.
Die Trauerfeierlichkeiten mussten wegen einer schlimmen Pockenausbreitung im kleinen Kreis stattfinden.

Ein Vertrauter den Königs sagte über seine Regierungszeit: „Niemals war Frankreich so wohlhabend und so reich an Manufakturen, so ausgezeichnet durch eine Menge von Gelehrten, so gut bestückt mit angebauten Feldern und so vielen Einwohnern als unter der Regierung Ludwigs XV.“

Was die Staatsfinanzen anbelangt, hatte Ludwig XV. das Reich mit einer Schuldenlast von 2 Milliarden Livres von seinem Urgroßvater übernommen. Er senkte die Schuldenlast auf 1,5 Milliarden Livres, was aber an der dramatischen Lage Frankreichs nicht viel änderte.