2. Das Hochmittelalter

Das Hochmittelalter begann genau dann, als das Frühmittelalter endete, um 1000 nach Christus. Es dauerte nur 150 Jahre. 

Das Hochmittelalter war die Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen. Es gab viele neue Erfindungen, die die Landwirtschaft einfacher machten. 
Zum Beispiel wurde auf Dreifelderwirtschaft umgestellt. Außerdem erleichterte der Räderpflug die Feldarbeit. Die Ernte-Erträge stiegen dadurch an. 
Das hatte ein starkes Bevölkerungswachstum zur Folge. Am Ende des Hochmittelalters hatte sich die Bevölkerung Mitteleuropas mehr als verdoppelt! Die beliebteste Lebensform war die der dörflichen Gemeinschaft.

Weiterhin waren die Menschen mit dem Roden von Wäldern beschäftigt, um neuen Wohnraum zu schaffen. Dabei gingen sie systematisch vor. 

Nun schossen auch überall Städte wie Pilze aus dem Boden. 
In den Städten entwickelte sich das Handwerk und der Handel. Es wurden immer feinere, wertvollere Produkte hergestellt, die man verkaufen konnte. 
Die ersten Handelsbündnisse entstanden. Bibliotheken und Universitäten öffneten ihre Pforten. Das Hochmittelalter war auch die Glanzzeit des Rittertums. In dieser Zeit fanden viele Kreuzzüge statt.