3. Das Spätmittelalter
Das Spätmittelalter begann ungefähr im Jahr 1150. Die goldenen Zeiten waren nun vorbei. Für die Menschen begann eine Zeit des Leidens.
Das lag zum Beispiel am Klima. Das Weltklima kühlte sich ab, so dass es dauerhaft ein paar Grad kälter war. Das hatte Missernten und Hungersnöte zur Folge.
Dazu kam im 14. Jahrhundert auch noch die Pest. Der „Schwarze Tod“ kostete viele Menschen in Mitteleuropa das Leben. Allein in Deutschland starb ein Drittel der Gesamtbevölkerung an der schrecklichen Epidemie! Die Pest löste auch eine groß angelegte Judenverfolgung aus. Denn weil man keine bessere Erklärung für die Pest hatte, beschuldigte man die Juden, für die Pest verantwortlich zu sein.
Aber auch im Spätmittelalter war nicht alles schlecht. Es wurden immer mehr Städte gebaut, die sich immer besser organisierten. Es entstanden sehr gute Städte- und Landesverwaltungen, die den Handel und das Finanzwesen kontrollierten. Kaufmannsgilden und Handelsfamilien wurden jetzt durch kluge Handelspolitik reich und bekamen viel Einfluss. Auch die Hanse, ein Handelsbund der Städte im Norden, hatte jetzt ihre große Zeit. Das Spätmittelalter endete um 1500.