1. Das Frühmittelalter
Das Mittelalter begann genau dann, als die Antike endete. Das Ende der Antike wurde durch die Teilung und Auflösung des Römischen Reichs eingeleitet.
Um 500 n. Chr. vereinte König Chlodwig alle germanischen Stämme zu einem starken Frankenreich. Außerdem ließ er sich taufen und legte damit fest, dass das Frankenreich christlich wird. Mit Chlodwig begann das Frühmittelalter.
Weil das Frankenreich aus vielen Stämmen und Herzogtümern bestand, konnte es nicht so regiert werden wie das Römische Reich. Ein Kaiser konnte nicht allein alles entscheiden. Er brauchte Verbündete und Unterstützer.
Das leisteten zunächst die Bischöfe, denn die Kirche war mittlerweile sehr mächtig geworden. Auch Adlige (Herzöge, Fürsten) konnten im Frühmittelalter schon sehr mächtig sein.
Im Frühmittelalter war Europa ein einziger, fast undurchdringlicher Wald mit vereinzelten Lichtungen, die dünn besiedelt waren. Die Menschen lebten auf dem Land, in Siedlungen. Es gab nur ganz wenige Städte.
Das Frankenreich wurde im Mittelalter von vielen Nachbarn bedroht: Die Slawen und die Ungarn fielen aus dem Osten ein, im Norden verbreiteten die Wikinger Unruhe.
Die Landbevölkerung lebte in ständiger Angst vor Plünderungen und Brandstiftungen in ihren Siedlungen.
Am Ende des Frühmittelalters kam das Rittertum auf. Die Ritterburgen, aber auch die Kirchen und Klöster bildeten Rückzugs- und Fluchtpunkte für die Menschen, wenn sie bedroht wurden. Das Frühmittelalter endete ungefähr um 1000 nach Christus.