1. Menschliche Voraussetzungen
Durch verbesserte Handelsschiffe und durch die gegenseitige Hilfe in der Hanse waren schon im Mittelalter viele Kaufleute im Fernhandel aktiv. In der Renaissance gewannen die Menschen mehr Selbstbewusstsein. Adlige trauten sich nun, ihren Reichtum zur Schau zu stellen. Sie kleideten sich edel und bauten prachtvolle Villen. Besonders begehrt waren unter den Adligen Waren aus Fernost: orientalische Stoffe, arabische Edelsteine, indische Gewürze...
Die Seemänner und Kaufleute, die sich auf Fernreisen begaben, hofften auf unerschöpfliche Goldquellen und ewigen Reichtum.
Dass sich Seefahrer nun immer öfter in unbekannte und exotische Gewässer vorwagten, hatte auch mit dem neuen Denken in der Renaissance zu tun. Es herrschte eine geistige Aufbruchsstimmung, ein Entdeckergeist. Viele gebildete Menschen waren nicht mehr zufrieden mit dem vorhandenen Wissen. Es entstand eine große Neugier, die Welt, in der man lebte, zu ergründen und die bekannte Weltkarte zu erweitern.
Aufgaben:
1 a) "Ohne die Hanse hätte es bestimmt keine Entdeckungsfahrten in ferne Gewässer gegeben." Begründe diese Aussage.
Wiederhole hier dein Wissen über die Hanse.
1 b) "Ohne die Renaissance hätte es keine Entdeckungsfahrten gegeben." Stimmt das auch? Begründe deine Meinung.
1 c) Es gab vor den Entdeckungsfahrten drei Handelswege zwischen Europa und dem fernen Osten. Schreibe zehn Produkte auf, die die europäischen Händler auf diesen Handelswegen einkauften und nach Europa brachten. Nutze dafür die Karte.