Der Brief, den König Heinrich mit seinen Verbündeten auf dem Hoftag in Worms geschrieben hat:

„Heinrich, nicht durch Anmaßung, sondern durch Gottes gerechte Anordnung König, an Hildebrand, nicht mehr Papst, sondern falscher Mönch. 

 

Du scheutest dich nicht nur nicht, die Lenker der heiligen Kirche, nämlich Erzbischöfe, Bischöfe und Priester, die doch Gesalbte des Herrn sind, anzutasten, nein, wie Knechte, die nicht wissen, was ihr Herr tut, zertratest du sie unter deinen Füßen und gewannst dir dabei die Zustimmung aus dem Munde des Pöbels.

Aber du hast unsere Demut für Furcht gehalten und dich daher nicht gescheut, dich sogar gegen die uns von Gott verliehene königliche Gewalt zu erheben; du hast zu drohen gewagt, uns die Königswürde zu nehmen, als ob in deiner und nicht in Gottes Hand Königs- und Kaiserherrschaft lägen.

So steige du denn, der du durch diesen Fluch und das Urteil aller unserer Bischöfe verdammt bist, herab, verlasse den apostolischen Stuhl, den du dir angemaßt hast.

 

Ich, Heinrich, durch die Gnade Gottes König, sage dir zusammen mit allen meinen Bischöfen: 

 

Steige herab, steige herab.“