Römer und 

Germanen

Friedlicher Kontakt am Limes

Doch es gab nicht nur Kämpfe, Schlachten und Kriege zwischen Germanen und Römern! Als nun alle Besitzverhältnisse geklärt waren und die Gebietsgrenzen gesichert waren, kamen Römer und Germanen am Limes miteinander ins Gespräch und tauschten sich aus. In der Nähe der Kastelle begannen germanische Bauern,  

römische Obst- und Gemüsesorten anzubauen. Germanen wurden sogar aufs Kastellgelände gelassen, wenn sie friedliche Absichten hatten. Wenn die römischen Handwerker auf dem Kastellgelände einen Markt veranstalteten, waren germanische Kunden gern gesehen. So könnte das ausgesehen haben:

Hier seht ihr die lateinischen Namen der römischen Produkte und Gegenstände:

Doch auch die Germanen konnten den Römern einige nützliche Produkte verkaufen: Felle, Vieh, Leder, Wachs, Honig, Bernstein und blondes Frauenhaar für Perücken waren bei den Kastellbewohnern sehr begehrt.


Trotzdem profitierten die Germanen viel mehr vom Austausch mit den Römern, denn die Römer waren nun einmal viel weiter entwickelt.
Für alle neuen Dinge und Techniken, die die Germanen von den Römern übernahmen, übernahmen sie auch die lateinischen Begriffe

Und heute?

Die Begriffe von damals sind heute noch in unserer Sprache! Natürlich haben sie sich etwas verändert, wie sich alle Wörter im Laufe der Zeit verändern. Wir sagen nicht mehr "strata", sondern "Straße". Der "persicus" heißt bei uns heute "Pfirsich". Aus der "citrus" wurde die "Zitrone". Aber die lateinischen Spuren in den Wörtern sind immer noch erkennbar, oder?
Übrigens: Auch unsere heutigen Monatsnamen sind in dieser Zeit entstanden...

Abschließend kann man sagen, dass sich nach einer erbitterten Zeit des Kampfes und Blutvergießens am Limes zwischen Römern und Germanen endlich ein friedliches Zusammenleben entwickelte, in dem sich beide Seiten respektieren.




Aufgabe:

Löse das Arbeitsblatt "Friedlicher Austausch am Limes".