Römer und Germanen
Die Varusschlacht
1. Die Vorgeschichte
Römer und Germanen werden Nachbarn
Weil sich die Römer immer weiter nach Norden ausbreiten, erreichen sie bald den Bereich der germanischen Stämme.
Wir erinnern uns...
Ein gewisser "Cäsar" hatte ja als Feldherr Gallien erobert (58 bis 51 v. Chr.).
Gallien lag auf dem Gebiet des heutigen Frankreich.
Dadurch hatte er das Römische Reich noch einmal ganz schön vergrößert. Der Rhein bildete nun die Grenze zwischen Rom und Germanien-
Römer und Germanen wurden Nachbarn!
Es kommt zum Aufeinandertreffen zwischen Germanen und Römern.
Was denkt ihr: Wer greift wen an?
Lösung:
Die Germanen zeigten sich als mutige und kampflustige Nachbarn.
Sie wagten viele Überfälle ins Gebiet der Römer.
Die Römer dachten sich:
"Wir müssen die Germanen erobern, damit sie uns endlich nicht mehr überfallen! Wir verschieben die Grenze einfach bis zur Elbe, dann gehört Germanien zum Römischen Reich.“
Römische Legionen nahmen Gebiete zwischen dem Rhein und der Elbe ein und machten die gewonnenen Gebiete zur römischen Provinz. Um die eingenommenen Gebiete zu kontrollieren, schickten die Römer einen Statthalter hin: Quintilius Varus.
Quintilius Varus
Qunitilius Varus sollte in Germanien römisches Recht durchsetzen. Dabei ging er äußerst brutal und rücksichtslos vor. Bei kleinen Verstößen gab es Stockschläge für die Germanen. Leisteten die Germanen Widerstand, ließ Varus sie hinrichten.
Dieses Verhalten des Statthalters machte die Germanen sehr wütend. Sie überlegten, wie sie sich gegen die römische Herrschaft wehren könnten.
Das Römerlager
Um die Germanen zu kontrollieren, hatten die Römer ein riesiges Lager aufgeschlagen. Weil es ihnen aber dort im Winter zu kalt war, verließen sie das Lager und begaben sich in den Süden. Alle römischen Legionäre setzten sich in Bewegung. Auch ihre Frauen und Kinder gingen mit. 30 000 Mann waren mit Wagen und Lasttieren unterwegs.
Den Abzug der Römer beobachtete ein gewisser "Arminius" aus der Ferne...
Arminius
Arminius gehörte dem Stamm der Cherusker an. Die Cherusker waren Verbündete der Germanen, standen aber unter dem Einfluss der Römer.
Die Römer hatten Arminius' Talente als Anführer frühzeitig entdeckt und ihn schon als Kind nach Rom geschickt. Dort wurde er erzogen und ausgebildet.
Danach diente er im römischen Heer. Kein Wunder, dass Arminius mit der römischen Kriegsführung vertraut war...
Nach der Ausbildung wurde Arminius von den Römern nach Germanien geschickt. Dort sollte er helfen, Germanien zu erobern. Arminius war aber über das Verhalten des Statthalter Varus mehr als empört. Er beschloss, den Germanen gegen Varus zu helfen und sie von den Römern zu befreien.
Die Varusschlacht - der Film
Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.
Die Römer mussten ihre Belagerung der Germanen unterbrechen, um an einem wärmeren Ort ihr Winterlager zu errichten. Dafür mussten sie den Teutoburger Wald durchqueren. Der Teutoburger Wald enthielt äußerst unwegsames Gelände. Viele Baumstämme lagen auf den ohnehin schmalen Waldwegen. Im Wald gab es viele Sümpfe, in denen man beim Durchqueren steckenzubleiben drohte. Außerdem gab es tiefe, beängstigende Schluchten. Der Teutoburger Wald war ein einziges undurchdringliches Gehölz.
Die Römer waren an solche Bedingungen nicht gewöhnt. Sie waren für das Kämpfen auf freien Flächen ausgebildet. Schlechte Wetterbedingungen wie Regen und Sturm erschwerten die Durchquerung des Waldes. Um die Sümpfe passieren zu können, mussten die Legionäre an vielen Stellen erste einmal Brücken bauen. Das kostete sehr viel Zeit. Außerdem mussten sie für den Brückenbau die einstudierte Marschordnung aufgeben. Die Gruppe verstreute sich auf einer großen Fläche. Auf dem aufgeweichten Boden rutschten die Römer immerzu aus. Es muss ein einziger Albtraum gewesen sein!
2. Die Schlacht beginnt
In dieser Situation wurden die Römer plötzlich von einer ganzen Schar germanischer Krieger aus dem Hinterhalt überfallen. Der Heerführer Varus unterschätzte die Situation zunächst. Die Römer versuchten zuerst, sich zu verstecken. Ohne lange zu überlegen, verbrannten sie überflüssiges Gepäck, um davon nicht beim Weitermarsch behindert zu werden.
Am nächsten Tag wollten die römischen Truppen ihren Marsch fortsetzen. Doch wieder wurden sie von Germanen umzingelt und überfallen.
Die germanischen Kämpfer hatten einen großen Vorteil - sie kannten das Gelände. Sie waren das Leben in undurchdringlichen Wäldern gewöhnt und waren dort viel beweglicher. Die römischen Soldaten hatten keine Chance.
3. Die Folgen der Schlacht
Varus erkannte nun den Ernst der Lage und sah keine Chance, seine Soldaten heil aus dem Wald herauszuführen. Er gab auf und erstach sich selbst mit seinem Schwert. Nur wenige römische Soldaten überlebten die Schlacht.
Im Jahre 9 nach Christus besiegten die Germanen die Römer in der Schlacht im Teutoburger Wald. Es sollte die letzte kriegerische Auseinandersetzung zwischen Germanen und Römern sein. Nach der peinlichen Niederlage strebten die Römer keine weitere Auseinandersetzung mit den Germanen an, um nicht noch mehr Ansehen zu verlieren.
Aufgaben:
1. Im Hefter: Gestalte einen Merkkasten in deinem Hefter, der über das Ereignis im Jahre 9 nach Christus informiert.
2. Notiere in Stichpunkten die Vorgeschichte, den Verlauf und die Folgen der Varusschlacht. Nutze dafür die Informationen auf dieser Seite ODER den Film.