Das Alltagsleben der Römer

7. Die römischen Münzen

1. Vom Block zur Scheibe: 

Die Entstehung der Münze

Zu Beginn des Römischen Reiches gab es nur Tauschhandel. Die Römer tauschten zum Beispiel Stoffe gegen Nahrungsmittel oder Werkzeuge gegen Vieh. Auch Handwerker erhielten für ihre Arbeit kein Geld, sondern Naturalien.
Um 400 vor Christus ging der Tauschhandel zurück und man bezahlte seine Waren mit Bronzeblöcken. Der Wert eines Bronzeblockes richtete sich nach seinem Gewicht. Zuerst wurde nur eine Seite des Blockes gestaltet, später beide Seiten. Die Blöcke waren ungefähr 9 mal 18 Zentimeter groß. Hier sind drei besonders schöne erhaltene Bronzeblöcke:

Bei einer Größe von 9 mal 18 Zentimetern war es umständlich, die Blöcke mit sich herumzutragen. Sie hatten natürlich auch ein beträchtliches Gewicht. Kein Wunder, dass um 300 vor Christus aus den großen Bronzeblöcken kleinere, leichtere Scheiben wurden -  und damit waren die Münzen geboren!
Es gab verschiedene Münzen in verschiedenen Größen und Gewichten. Außerdem wurden verschiedene Metalle verwendet: Kupfer, Messing,  Bronze, Silber und Gold. Je wertvoller das Metall und je größer die Münze, desto höher war ihr Wert.
Wie schon die Bronzeblöcke, wurden auch bald die Münzen mit Zeichen und Bildern verziert.
Zuerst wurden römische Gottheiten und religiöse Symbole abgebildet.
Der Diktator Cäsar war der erste, der Münzen mit seinem Abbild prägen ließ. Damit wollte er seine Macht beweisen und sich selbst in die Reihe der Götter stellen. Alle Kaiser, die das Römische Reich nach Cäsar regierten, ließen auch Münzen mit ihren Abbildern prägen.
Auch berühmte Bauwerke und wichtige Ereignisse wurden auf Münzen dargestellt.

Hier ist einem römischen Senator das Portemonnaie aufgegangen. Schau dir an, welche Münzen herausfallen...

Aufgabe 1

Die oben abgebildeten Münzen waren natürlich nicht alle gleichzeitig im Umlauf, sondern zu verschiedenen Zeiten in der römischen Geschichte. Jede Münze erzählt von einem Ereignis oder einer bedeutenden Person.

Auch wenn du kein Experte für römische Münzen bist, kannst du schon ein paar Münzen bestimmen. Klicke auf das Bild, um zur Aufgabe zu gelangen.


2. Die Herstellung von Münzen

Aufgabe 2

Sie dir die 7 Bilder genau an. Sie zeigen den Herstellungsprozess der ersten Münzen. Schreibe eine Anleitung zum Münzenprägen in sieben Schritten. Verwende alle Wörter, die  du in den Abbildungen siehst.

3. Das Münzsystem der Römer

Im römischen Reich wurden immer wieder neue Münzen geprägt. Eine einmal gültige Münze blieb immer im Umlauf, sie verlor nie ihren Wert. Dadurch waren schon bald unzählig viele Münzen im Verkehr, mit verschiedenen Größen, Gewichten und Abbildungen. Keiner blickte mehr durch, welche Münze wie viel wert war. Cäsar und Augustus wollten dieses Münz-Chaos beenden und führten eine umfassende Währungsreform durch. Es sollte nur noch 5 wichtige Münzen geben: den Aureus, den Denar, die Sesterze, die Dupondie und das As. Auf der folgenden Tafel kannst du ablesen, wie viel welche Münze wert war:

Aufgabe 3

Schreibe auf, wie die  5 römischen Münzen hießen, die Cäsar und Augustus eingeführt haben. Schreibe auch die Materialien und Werte der Münzen auf (bezogen auf einen Aureus).

4. Löhne und Preise

Lohn pro Tag

Tagelöhner: 6 Asse
Legionär: 10 Asse
Handwerker: 16 Asse 

Preise

1 Glas Wein: 3 Asse
0,3 Liter Öl: 4 Asse
1 Kilogramm Roggen: 2 Asse
1 Kilogramm Weizen: 5 Asse
1 Teller: 1 As
1 Öllampe: 1 As
1 Tunika: 60 Asse

Aufgabe 4

a) Ein Tagelöhner, ein Legionär und ein Handwerker wollen von ihrem Tageslohn einkaufen gehen. Schreibe für alle drei auf, was sie einkaufen. Alle drei sollten ihr ganzes Geld ausgeben.

b) Wie lange müssen der Tagelöhner, der Legionär und der Handwerker sparen, um sich eine Tunika kaufen zu können. Schreibe deine Antwort auf.

c) Ein Legionär möchte seinen Lohn sparen und sich die Asse in einen Aureus umtauschen lassen. Wie viele Tage muss er dafür arbeiten?