Das alte Rom

DAS ALLTAGSLEBEN DER RÖMER

8. Die Ernährung im alten Rom

Die römische Gesellschaft war zweigeteilt in Plebejer und Patrizier. Beide Klassen lebten unterschiedlich. Natürlich unterschied sich auch ihre Essweise.
Ein paar Dinge gelten aber für beide Klassen:


Garum - eine merkwürdige Fischsoße

Ein wichtiger Bestandteil der römischen Küche war das sogenannte "Garum". Das war eine Soße aus Fischinnereien, Kräutern, Gewürzen, Honig und Wein.
Mit dem "Garum" wurden alle möglichen Speisen gewürzt. Der kräftige Geschmack des Graues überdeckte die nicht immer ganz frischen Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte.
Kartoffeln und Tomaten kannten die Römer übrigens noch nicht, denn sie wurden erst später aus Südamerika eingeführt. 


Typische Getränke

Typische römische Getränke waren Wasser und Wein, wobei Wein oft mit Wasser verdünnt getrunken wurde. Dieser wurde gern mit Honig gesüßt, denn Zucker gab es noch nicht.




1. Die Ernährung der Plebejer

Der Speiseplan der Armen bestand größtenteils aus Brot und Gemüse. Die Hauptmahlzeit wurde abends nach der Arbeit eingenommen. 

Eine Küche für alle

In den Mietshäusern gab es in den Wohnungen keine Küchen. Außerdem war das Entfachen von Feuer verboten, da große Brandgefahr bestand. Deshalb mussten sich die Bewohner der Mietshäuser oft eine halb offene Gemeinschaftsküche teilen.

Römisches Fast Food

Weil die Bewohner der Mietshäuser keine eigene Küche hatten, nutzten sie gern die vielen Imbissstände, die es in der Stadt gab. Dort konnte man fertige Speisen und Getränke an einer Art Bar kaufen und mitnehmen. Die Speisen wurden vor Ort am offenen Feuer zubereitet oder in Amphoren bereitgehalten.

So sah ein römisches Fast Food-Restaurant mit Feuerstelle aus.

2. Die Ernährung der Patrizier

In den Villen der reichen Römer gab es eine große Küche. Darin bereiteten Sklaven die Speisen für die Patrizierfamilie zu. Die Küchen waren sehr einfach ausgestattet. Es gab einen einfachen, aus Ziegeln gemauerten Herd, der mit Holzkohle angezündet wurde. Die Töpfe standen entweder direkt in der Glut oder auf einem Eisenrost über dem offenen Feuer.
In größeren Haushalten gab es sogar einen richtigen Backofen, in dem Brot gebacken wurde. Auch ein Arbeitstisch für die Zubereitung von Speisen stand bereit.

Im Leben der wohlhabenden Römer spielte das Essen eine wichtige Rolle. Es war mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es gab ausgefallene und exotische Menu-Zusammenstellungen. Gerne wurden Speisen serviert, die aus fernen Provinzen eingeführt wurden.

Reiche Römer luden sich gern gegenseitig zu Abendgesellschaften ein, bei denen ein mehrgängiges Gastmahl im Mittelpunkt stand. Ein solches Festmahl begann oft schon am Nachmittag und zog sich über mehrere Stunden hin. Die Gäste lagen auf Liegen, die in Hufeisenform um einen Tisch herum gestellt. wurden.

Sklaven trugen die Speisen auf und sorgten für stets gefüllte Weingläser. Man aß mit den Fingern, die zwischendurch immer wieder gereinigt werden mussten.
Bei seinem solchen Festmahl ging es aber nicht nur ums Essen und Trinken, sondern die Gastgeber engagierten auch Musikanten, Tänzer und Gedicht-Vorträger. 

Sieh dir den Film an, in dem römische Speisen nachgekocht werden:

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Aufgaben 


1. Finde die Angaben im Text und antworte in Sätzen:
a) Was war typisch für die Ernährung aller Römer (2 Fakten)?
b) Was war typisch für die Ernährung der Plebejer (5 Fakten)?
c) Was war typisch für die Ernährung der Patrizier (5 Fakten)?