Olympia

Milon von Kroton

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Milon von Kroton lebte von 555 v. Chr. bis 510 v. Chr. Er war der berühmteste Sportler der Antike. Seine Disziplin war der Ringkampf. Herkules war sein großes Vorbild.

Mit 15 Jahren gewann Milon das erste Mal den Jungen-Wettstreit der olympischen Spiele. Danach trat er im Erwachsenen-Wettstreit an.  Insgesamt gewann er die olympischen Spiele sechsmal hintereinander. Kein anderer hat das geschafft. 

In Delphi gab es die Pythischen Spiele. Sie wurden genau wie die olympischen Spiele alle 4 Jahre ausgetragen. Auch dort gewann er siebenmal. Erst als Milon das siebte Mal in Olympia antrat, ging der Kampf gegen einen viel jüngeren Gegner unentschieden aus. Milons Siegesserie war vorbei.

 

Es gibt unzählige Geschichten über ihn:

  • Angeblich trug er regelmäßig ein Kalb auf seinen Schultern. Durch das ständige Training konnte er das Tier auch noch stemmen, als es zu einem Stier herangewachsen war. 

So ungefähr kannst du dir das Training mit einem Rind vorstellen. Ob du das so ganz erst nehmen kannst, musst du selbst entscheiden... ;-)

Am Beginn des Trainings: Das Kalb ist noch recht klein - Milons Muskeln auch.

Nach einigen Jahren täglichen Trainings mit wachsendem Rind hat Milon schon ganz schön Muskelkraft aufgebaut. 

Am Ende, so die Legende, konnte er das ausgewachsene Tier problemlos in die Höhe wuchten. 

Aber das ist nich die einzige Geschichte über Milans Stärke. Hier sind noch mehr:

  • Einmal trug er sogar einen vierjährigen Stier auf seinen Schultern durch das Stadion von Olympia. Anschließend schlachtete er den Stier und verzehrte ihn an einem einzigen Tag. 


  • Überhaupt war sein Essverhalten beeindruckend: Er aß täglich 17 Pfund Fleisch und 17 Pfund Brot. Dazu trank er 10 Liter Wein. 


  • Wenn er einen Granatapfel in einer Hand hielt, schaffte es niemand, ihm diesen Granatapfel wegzunehmen. Er verteidigte die Frucht einhändig – und der Granatapfel blieb dabei unbeschädigt.


  • Wenn Milon sich auf eine geölte, rutschige Diskusscheibe stellte, schaffte es niemand, ihn davon herunterzustoßen.


  • Außerdem soll sich Milon einmal einen Darm um den Kopf gewickelt haben. Er brachte den Darm zum Platzen, indem er den Atem anhielt und seine Stirnadern anschwellen ließ.


  • Einmal war Milon zum Essen eingeladen. Plötzlich brach eine Säule des Hauses. Milon stützte die stürzenden Balken so lange, bis sich alle Anwesenden gerettet hatten.

 
Allerdings können wir heute nicht mehr nachprüfen, ob diese Geschichten stimmen... Sicher ist aber, dass er in vielen Jahren die Olympischen Spiele gewann. Das beweisen Siegerlisten, die heute noch erhalten sind. Um Milon zu ehren, wurde ihm eine riesige Siegerstatue errichtet. Der Legende nach trug Milon selbst die Statue in die Altis, das heilige Zentrum von Olympia.

Leider ging Milons Leben etwas tragisch zu Ende: Er versuchte, im Wald einen Baum auseinanderzureißen, den er vorher mit Keilen gespreizt hatte. Als Milon nun die Keile entfernt hatte, wurde er selbst zwischen dem gespaltenen Baum eingeklemmt. Er konnte sich nicht befreien und wurde von Wölfen gefressen.