FORSCHUNGSRAUM
ÖTZIS KLEIDUNG
Willkommen im Forschungsraum "Ötzi Kleidung". Hier beschäftigen wir uns mit den Kleidungsresten, die bei Ötzi gefunden wurden. Auch wenn von manchen Kleidungsstücken nur noch kleine Fetzen übrig sind, können wir ganz gut rekonstruieren, wie Ötzi damals auf seinem Fußmarsch durchs Hochgebirge angezogen war...
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Danach kannst du alle Informationen unten noch einmal in Ruhe lesen und die Bilder ansehen.
Hier kannst du alles noch einmal in Ruhe nachlesen:
Die Mütze
Bei Nachgrabungen konnte in der Nähe der Mumie eine Kopfbedeckung gefunden werden. Es handelt sich um eine halbkugelförmige Mütze aus Bärenfell. Sie wurde aus mehreren Fellstreifen zusammengenäht. Das Fell ist nach außen gewendet. An der Mütze wurden zwei Lederbänder befestigt, mit der man die Mütze unter dem Kind zusammenbinden konnte. Allerdings war eines dieser Bänder schon zu Ötzi Lebzeiten gerissen.
Die Beinlinge
Ötzi bekleidete seine Beine mit zwei getrennten Beinröhren. Sie bestehen aus Ziegen- und Schaffellstücken, die mit Tiersehnen zusammengenäht wurden. Jeder Beinling hat eine Länge von 65 Zentimetern und bekleidete nur den Ober- und den Unterschenkel. Damit sie nicht herunterrutschten, wurden die Beinlinge mit Riemen am Gürtel festgeknotet. Am unteren Ende der Beinlinge befanden sich Laschen aus Hirschfell, an denen die Schuhe festgebunden wurden.
Die Grasmatte
Von der Matte...
sind nur noch kleine Teile erhalten. Auf der Zeichnung siehst du, wie sich die Forscher die Matte vorstellen. Wahrscheinlich konnte Ötzi sie oben zusammenbinden. Dadurch entstand eine Art "Zelt", das er sich überstülpen konnte. Das war dann der perfekte Regenschutz!
Der Lendenschurz
Der Lendenschurz war 1 Meter lang und 33 Zentimeter breit. Heute ist davon nur noch eine Hälfte erhalten. Von der zweiten Hälfte gibt es nur noch ein paar Fetzen.
Der Lendenschurz wurde aus Ziegenlederstreifen zusammengenäht. Er wurde durch den Beinen durchgezogen und mit dem Gürtel befestigt.
Der Mantel
Vom Mantel sind nur noch große Fetzen erhalten. Sie verraten aber eine ganze Menge: Der Mantel wurde aus Streifen aus Ziegen- und Schaffell zusammengenäht. Dabei wechseln sich dunkle und helle Fellstreifen ab. Genäht wurde mit tierischen Sehnen. Der Mantel wurde mit der behaarten Seite nach außen getragen.
Ötzi hatte seinen Mantel sehr lange im Gebrauch. Das verraten uns die starke Verschmutzung der Innenseite und viele Schweißabsonderungen. Außerdem hat Ötzi den Mantel an einigen Stellen mit Grashalmen repariert.
Die Schuhe
Das war noch von den Schuhen erhalten:
Das ist das Grundgerüst eines Schuhs. Es besteht aus Baumbast.
Neben dem Grundgerüst aus Baumbast lag ein Strohknäuel. Dieses hatte sich Ötzi in das Grundgerüst des Schuhes gestopft.
So sahen Ötzis Schuhe früher aus:
Der Schuh hatte zwei Sohlen: Eine Außensohle, die den Boden berührte. Diese Außensohle war aus festem Leder. Auf die Außensohle wurde eine Innensohle aus flauschigem Fell gelegt. Die Innensohle sollte den Fuß wärmen.
Der zweite Teil der Sohle war die Innensohle. Sie bestand aus Fell. An die Fellsohle wurde der Innenschuh befestigt. Der Innenschuh war ein netzartiges Gerüst aus Baumbast.
Über den Innenschuh wurde der Außenschuh gelegt und
fest mit beiden Sohlen verbunden. Der Außenschuh bestand aus Hirschleder.
Zuletzt wurde jede Menge Stroh in den Schuh gestopft. Das Stroh diente der Wärme-Isolierung.
So kann man sich den fertigen Schuh vorstellen: