FORSCHUNGSRAUM
ÖTZIS GEGENSTÄNDE
Herzlich willkommen in der Gegenstands-Forschung! Wir untersuchen hier alle Gegenstände, die man neben Ötzi gefunden hat. Am Anfang standen wir vor vielen Rätseln und konnten uns einige Gegenstände gar nicht erklären. Aber durch gute Zusammenarbeit mit anderen Forschern haben wir schon eine ganze Menge herausgefunden.
Klar ist: Ötzi war in den Hochalpen unterwegs. Er war darauf eingestellt, längere Zeit in der Wildnis zu leben. Er hatte viele Werkzeuge und Waffen im Gepäck. Das meiste davon hat er selbst hergestellt. Er konnte unterwegs Klingen nachschärfen oder Pfeile neu anspitzen. Seine Gegenstände sind aus verschiedenen Hölzern, Rinde, Bast, Tiersehnen, Knochen, Horn, Gräsern und Feuerstein.
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Dieser Gegenstand ist 13 Zentimeter lang. Er besteht aus einer kleinen, dreieckigen Klinge aus Feuerstein und einem Holzgriff.
Die Klinge ist am Griff festgebunden. Auch um das Ende des Griffes ist ein Strick gewickelt. Vielleicht wollte sich Ötzi den Gegenstand an den Gürtel binden.
Die Spitze der Klinge war schon zu Ötzis Lebzeiten abgebrochen.
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Dieser Gegenstand ist 12 Zentimeter groß. Er hat eine dreieckige Form. Er wurde aus einer Bastmatte hergestellt.
Ötzi hatte also zuerst eine Bastmatte. Diese hat er zusammengelegt und mit einem Grasfaden zusammengenäht.
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Hierbei handelt es sich um einen zylinderförmigen Gegenstand. Er ist ungefähr 20 Zentimeter hoch. Er besteht aus einem Boden und einer Seitenwand. Boden und Seitenwand wurden mit Bast zusammengenäht. Die Innenwand des Gegenstandes ist schwärzlich verfärbt.
Ötzi hatte zwei dieser Gegenstände bei sich. Der andere wurde aber leider bei der Bergung kaputtgetrampelt.
Im Inneren des Gegenstandes wurden gepflückte Blätter des Spitz-Ahorns gefunden. In die Blätter waren Holzkohlestücke eingewickelt. Wahrscheinlich diente der Gegenstand also dazu, Glut zu transportieren. In den Spitzahornblättern konnte Ötzi seine Glut stundenlang aufbewahren. Na, wie heißt der Gegenstand?
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Hierbei handelt es sich um den interessantesten Gegenstand in Ötzi Ausrüstung. Denn er enthält eine Klinge aus reinem Kupfer!
Kupfer war zu Ötzi Zeit eine richtige Seltenheit. Wir Forscher sind uns einig: Wenn Ötzi einen Gegenstand aus Kupfer besaß, dann muss er ein mächtiger Mann gewesen sein - vielleicht ein Anführer. Denn nur Anführer besaßen damals schon Gegenstände aus Kupfer!
So wurde der Gegenstand hergestellt:
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Zuerst brauchte man ein Stück Baumstamm, aus dem rechtwinklig ein starker Ast herauswächst.
Man sollte besonders hartes Holz verwenden. In Ötzi Fall war Eibenholz.
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Aus dem Baumstamm wurde ein schöner glatter Stiel herausgeschnitzt. Der Stiel war 60 cm lang.
Aus dem Seitenast wurde die Einfassung für die Kupferklinge. Dafür wurde der Seitenast gekürzt und 7 cm tief eingeschnitten.
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Nun wird eine Kupferklinge in die Einfassung eingesetzt.
Auf die Innenseiten der Einfassung wird eine dünne Schicht Birkenteer aufgetragen, um die Kupferklinge anzukleben. Nur die Spitze der Klinge ist zu sehen.
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Damit die Kupferklinge wirklich fest in der Einfassung bleibt, wird die Konstruktion zusätzlich mit einem Lederband umwickelt.
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Der unten abgebildete Gegenstand hatte zu Ötzi Zeit eine Länge von 1,60 Metern und ist ungefähr 5 Zentimeter breit. Leider ist nur noch ein kleines Stück davon erhalten. Der Gegenstand wurde aus Kalbsleder genäht. Er enthält Taschen, in die Ötzi alle möglichen Gegenstände hineingestopft hatte. Was denkst du, wie heißt der Gegenstand?
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Dieser Gegenstand wurde aus Fell genäht. Seine Form ist länglich, nach unten hin wird er etwas schmaler. An der Längsnaht siehst du eine Haselrute, mit der der Gegenstand verstärkt wurde. Diese Haselrute war aber schon zu Ötzi Zeit in drei Stücke gebrochen. Zu diesem Gegenstand gehörte früher eine Verschlusskappe und ein Tragriemen. Beides existiert aber nicht mehr. In diesem Gegenstand bewahrte Ötzi auf:
- 12 unfertige Pfeile (ohne Spitze)
- zwei schussbereite Pfeile mit Feuerstein-Spitzen,
- vier Hirschgeweihspitzen,
- eine gekrümmte Geweihspitze,
- eine Schnur und
- mehrere Tiersehnen.
- Na, wie heißt dieses "Platzwunder"?
Interessant sind die unfertigen Pfeile. Ötzi hat sie mitgenommen, um sie unterwegs fertigzustellen. Die Spitzen mussten noch mit Birkenteer an den Holzschaft geklebt werden. Außerdem wurden Schaft und Pfeil mit Faden zusammengebunden. Na, kannst du den richtigen Namen zuordnen?
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Diese Gegenstände wurden in Ötzis Gürteltasche gefunden. Sie bestehen aus verschiedenen, sehr harten Gesteinsarten. Wir vermuten, dass er sie zum Schneiden und Schaben verwendet hat. Wie heißen die Gegenstände?
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In der Gürteltasche befand sich dieser längliche Stein, mit einer Spitze. Das Material der Spitze ist nicht bekannt. Wir wissen auch noch nicht, wie Ötzi die Spitze am Stein befestigt hat. Aber wie könnte man diesen Gegenstand wohl bezeichnen?
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Hierbei handelt es sich um einen zwei Meter langen Haselstock, der zu einem "U" gebogen wurde. Direkt daneben lagen zwei Holzstücke. Und in direkter Nähe fanden die Forscher Fell- und Baststücke. Wenn man alle Teile kombiniert, könnte die Konstruktion so ausgesehen haben:
Und jetzt entscheide: Was ist die richtige Bezeichnung für Gegenstand Nummer 9?
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Dieser Gegenstand wird dich bestimmt ganz schön verwirren. Beschreiben wir erst einmal, was wir sehen: Wir sehen ein Bündel von aufgedrehten Riemen. Sie bilden zusammen eine Quaste. Vorn an der Quaste ist eine weiße, runde Scheibe aufgefädelt. Diese Scheibe besteht aus Dolomit-Marmor. Wir Forscher haben lange gerätselt, was Ötzi mit diesem Gegenstand gemacht haben könnte. Heute glauben wir, dass er den Gegenstand an seinen Gürtel gebunden hatte, um daran erlegte Vögel und andere Kleintiere zu befestigen. Ötzi hat seine Jagdbeute also ganz nah am Körper getragen. Na, wie könnte das merkwürdige Teil heißen?
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Auch dieser Gegenstand sieht sehr merkwürdig aus. Er besteht aus einem schmalen Fellstreifen und einem hellen Klumpen, der auf den Fellstreifen aufgefädelt wurde. Dieser Klumpen besteht aus dem Fruchtkörper des Birkenporlings, also eines Baumpilzes. Wir wissen, dass Baumpilze in der Vergangenheit häufig als Medizin eingesetzt wurden. Denn der Baumpilz hat blutstillende, antibiotische Kräfte. Wir sehen also Ötzi bescheidene "Hausapotheke"... Jetzt weißt du bestimmt, wie der Gegenstand heißt.
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Dieser Gegenstand ist sehr schwer zu erkennen, weil er noch gar nicht fertig war. Ötzi schleppte ihn halb fertig durchs Hochgebirge. Er wollte ihn unterwegs noch fertigstellen. Als Ötzi gefunden wurde, lehnte dieser Gegenstand an der Felswand hinter der Schmelzwasser-Pfütze.
Der Gegenstand ist 1,82 Meter lang und damit größer als Ötzi. Er wurde aus Eibenholz geschnitzt. Na, hast du eine Idee, was das werden sollte?
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Von den unten abgebildeten Gegenständen gibt es 12 Exemplare, die noch nicht fertig waren, weil die Spitze fehlte. Nur zwei der Gegenstände hatten schon eine Spitze... Sie wurde mit Birkenteer an den Schaft geklebt und zusätzlich mit einem Faden festgebunden. Na, wie heißen diese Gegenstände?
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Dieser schnur- oder fadenartige Gegenstand befand sich im Köcher. Was könnte das sein?
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Bei diesem Gegenstand denkst du sicher zuerst an einen Stift. Wir können aber ausschließen, dass Ötzi gezeichnet oder geschrieben hat. Was sehen wir? Einen entrindeten Ast, der an einer Seite gerade zugeschnitten ist und an der anderen Seite eine Spitze hat. An der spitzen Seite wurde ein harter Span aus Hirschgeweih eingeschlagen. Der Hirschgeweih-Span war härter als Feuerstein! Ötzi hat vermutlich mit dem merkwürdigen Stift Feuerstein bearbeitet, nämlich abgedrückt und geschärft. Dieses Abdrücken und Schärfen heißt "retuschieren". Jetzt weißt du bestimmt, wie der komische Gegenstand heißt...