Die Jungsteinzeit
3. Häuser und Siedlungen
In der Altsteinzeit mussten die Menschen immer dorthin ziehen, wo sie Nahrung fanden und wo die Temperatur einigermaßen erträglich war. Es hatte keinen Sinn, irgendwo feste Häuser zu bauen, wenn man sowieso bald weiterziehen musste.
Doch in der Jungsteinzeit lernten sie, wie man Getreide anbauen kann und dass man das geerntete Getreide in Lagern aufbewahren kann. Es war nicht mehr notwendig, weiterzuziehen und das Getreidelager zu verlassen. Die Sippe konnte sesshaft werden, das heißt: Sie blieb an einem Ort.
Und wenn man ein Leben lang an einem Ort blieb, konnte man dort auch feste Häuser bauen!
Daraus wurden die ersten Häuser gemacht:
Holz
Weidenzweige
Schilf
Lehm
Zuerst wurden Bäume gefällt. Die Seitenäste wurden abgeschnitten, so dass Balken entstanden. Aus den Balken wurde ein Gerüst errichtet. Die Seitenwände wurden aus Weiden geflochten. Die Weiden-Wand wurde mit Lehm verschmiert. Mit Stroh und Schilf wurde am Ende das Dach gedeckt. Als Tür diente ein großer Fetzen Fell oder Leder.
Und das waren die Arbeitschritte der ersten Häuser-Bauer:
Zuerst wurden Bäume gefällt. Diese wurden zu Balken zurechtgeschnitten.
Die Balken wurden als Stützpfeiler in den Boden gerammt. Aus Weidenzweigen werden dann Wände geflochten.
Zum Schluss wurde das Dach aus Stroh gedeckt. Die Wände wurden mit Schilf abgedichtet.
Durch die besseren Lebensbedingungen überlebten viel mehr Kinder, so dass Großfamilien entstanden. Schnell wurde aus ein, zwei Häusern eine ganze Siedlung. Die Menschen halfen sich gegenseitig und teilten sich ihre Aufgaben. Es dauerte nicht mehr lange, bis man vom ersten Dorf sprechen kann!