Die Jungsteinzeit

2. Felder, Anbau und Landwirtschaft

Die Menschen erkannten, dass man Getreidekörner essen kann. Sie wechselten oft ihren Wohnort und mussten ihr geerntetes Wildgetreide mitnehmen. Das bedeutet, dass sie nur so viel Getreide ernten konnten, wie sie tragen konnten.

Doch dann erkennen unsere Vorfahren, dass man Getreide lange aufheben kann, wenn man es trocken lagert. Und sie entdecken noch etwas: Wenn ein Getreidekorn auf feuchter Erde liegt, treibt es aus. Aus dem Korn entsteht eine neue Getreidepflanze!
Auf diese Weise kann man ganze Felder anlegen und selbst entscheiden, wie viel Getreide man anbauen möchte. Damit wird das Leben planbar! 

Eine wichtige Erfindung erleichtert den Getreideanbau: Die Erfindung des Hakenpfluges. Mit diesem Gerät konnte man eine Ackerfläche bearbeiten. Der Hakenpflug hatte eine Spitze, die durch die feste Erde gezogen wurde. Außerdem hatten die ersten Pflüge einen Haltegriff und eine Lenkstange:


Seh mühsam war es, wenn ein Pflug von zwei Bauern bedient wurde: Einer zog vorn, einer lenkte hinten.

Schnell kamen die Menschen dahinter, dass man den Pflug von einem Ochsen ziehen lassen konnte. Der Bauer musste "nur noch" lenken.

Aber warum musste man eigentlich den Ackerboden pflügen? 

  • Erstens wurde dadurch fester Boden aufgelockert. 
  • Zweitens entstanden durch das Pflügen Furchen, in die man dann die Saat streuen konnte.


So sieht ein fertig gepflügte Feld aus. Man kann tiefe Furchen erkennen, in die nun die Saat gestreut werden kann:

Zuerst aßen unsere Vorfahren die Getreidekörner mit der Schale. Dann erkannten sie, dass man aus dem Getreidekorn feines Mehl mahlen kann.
Dafür verwendeten sie Mörser und Stößel. Weil diese beiden Geräte aus Stein waren, landete im Mehl sehr viel Steinstaub, den die Menschen mitgegessen haben. Dieser Steinstaub ruinierte die Zähne.

Aus dem Mehl wurden zuerst trockene Kekse gebacken, später auch Brot.

Das waren die Arbeitsschritte:

Das beste am Getreide war aber, dass man nicht die ganze Ernte mit einem Mal verbrauchen musste: Wenn man es trocken lagerte, konnte man es monatelang aufheben! So konnte immer wieder neues Mehl gemahlen werden. Dadurch gab es keine Hungersnöte mehr. Die Menschen waren nicht mehr von den Launen der Natur abhängig.