Von der Werkstatt zur Manufaktur zur Fabrik
Mit Dampfenergie wurden die verschiedensten Maschinen hergestellt, die das Leben der Menschen erleichterten. In der Landwirtschaft war der Fortschritt immens.
Doch die größten Veränderungen ereigneten sich in den Städten. Erinnere dich: Aus Werkstätten waren im 17. Jahrhundert Manufakturen geworden. In den Manufakturen arbeiteten mehrere Handwerker in einer kleinen Werkshalle. Jeder Handwerker war für einen Arbeitsschritt zuständig und führte diesen immer schneller aus. Dadurch erreichte ein Arbeiter in einer Manufaktur schon einmal mehr, als wenn er allein in einer Ein-Mann-Werkstatt arbeitet. Doch in einer Manufaktur wurde nur mit der Kraft der Hände und des Körpers gearbeitet. Dadurch waren die Produktionsmengen begrenzt - durch die körperliche Leistungsfähigkeit der Arbeiter.
Doch nach der Erfindung der Dampfenergie wurden für alle Produktionsprozesse Dampfmaschinen erfunden, die den Menschen die Arbeit abnahmen. Das war eine große Erleichterung! Die Arbeiter mussten zum Beispiel keine Stoffbahnen mehr weben, sondern nur noch Maschinen bedienen, die die Arbeit für sie erledigten.
Mit Dampfenergie konnten die Produktionsmengen ins Unermessliche gesteigert werden. Doch die riesigen Maschinenanlagen passten gar nicht in die kleinen Manufakturen. Die Arbeiter zogen in riesige Werkshallen um. Das Zeitalter der Fabriken begann... Den Wechsel von der Manufaktur zur Fabrik nennt man "Industrielle Revolution" oder "Industrialisierung".