Dampfmaschinen in der Landwirtschaft


Der dampfbetriebene Pflug


Ein Pflug ist ein landwirtschaftliches Gerät, mit dem man den Boden auflockern und umgraben kann. 

Ein Pflug braucht eigentlich nur drei Dinge: 

  • einen Holzschlitten, der durch den Acker gezogen wird,
  • eine Zuggabel, an der viele Menschen ziehen und
  • eine Lenkgabel, mit der ein Mensch den Pflug steuert.


Schon seit der Steinzeit werden solche einfachen Pflüge eingesetzt:

Mit diesem steinzeitlichen Holz-Pflug wurde vor 10 000 Jahren der Ackerboden gelockert:

Der Holzschlitten wurde durch den Ackerboden gezogen. An der Zuggabel (links) haben viele Bauern gezogen. Mit der Lenkgabel (rechts) hat ein Bauer den Pflug gelenkt.

Die Arbeit mit dem Pflug ist unglaublich anstrengend. Um Kraft zu sparen, hat man schon in der Steinzeit Tiere vor den Pflug gespannt.          

Nach der Erfindung der Dampfmaschine lag es auf der Hand, dass man die Energie dieser Maschine auch in der Landwirtschaft nutzen wollte. Zahlreiche landwirtschaftliche Geräte wurden "auf Dampfbetrieb" umgestellt. Eines der neuen Maschinen war der Dampf-Pflug:

In der Zeitung „Scientific American“ wurde im Jahr 1861 ein solcher Dampf-Pflug abgebildet. In der Mitte des abgebildeten Dampf-Pfluges ist deutlich eine Dampfmaschine zu erkennen. 

Eine Zeichnung zeigt außerdem die Wirkungsweise des Dampf-Pfluges. Man kann sehen, dass der Dampf-Pflug genau nach dem Wirkungsmechanismus der Dampfmaschine funktioniert:

Die mechanische Energie der Dampfmaschine wird auf Seilwinden übertragen. Diese Seilwinden ziehen den Pflug über den Acker – ohne dass Menschen oder Tiere Schwerstarbeit leisten müssen. 

Nur noch ein Mensch wird auf dieser Maschine benötigt – er steht wie ein Kapitän eines Schiffes vorn und steuert den Dampf-Pflug.

Dass der Dampf-Pflug es auf die Titelseite der Zeitung geschafft hat, zeigt die Bedeutung des Gerätes für die Menschen der damaligen Zeit.