Klöster im Mittelalter


Hier berichtet ein Benediktiner-Mönch, wie sein Tagesablauf im Kloster aussieht
. Lies seinen Bericht:

 
Nun lebe ich schon seit sieben Jahren im Kloster und habe mich gut an die Regeln des heiligen Benedikt gewöhnt. Jeden Tag gibt es bei uns sieben Gebetszeiten. Jede Gebetszeit dauert ungefähr eine Stunde. Das erste Gebet des Tages findet zwei Stunden nach Mitternacht statt. Wir müssen dafür unseren Schlaf unterbrechen. Um schnell für dieses Gebet bereit zu sein, schlafen wir in unseren Kutten. So müssen wir uns nicht extra umziehen, wenn es zum Nachtgebet läutet. Nach dem Nachtgebet schlafen wir bis morgens um fünf. Wir werden dann zum Morgengebet geweckt. Danach wir wach und lesen in der Bibel oder gemeinsam christliche Lieder.  Um sieben Uhr folgt das Gebet zum Tagesanbruch. Bis zum Mittagsgebet um zwölf Uhr arbeite ich im Klostergarten. Nach dem Mittagsgebet nehmen wir Mönche gemeinsam das Mittagessen ein. Danach gibt es eine Mittagsruhe, in der ich meistens in der Bibel lese. Um 15 Uhr läutet die Glocke zum Nachmittagsgebet. Danach setze ich meine Arbeit im Klostergarten fort. Gestern habe ich zum Beispiel mit zwei Laienbrüdern Obstbäume gepflanzt. Um 18 Uhr folgt ein Gebet in der Kirche. Nach dem Abendessen folgt um 20 Uhr das Abschlussgebet des Tages statt. Danach, um 21 Uhr, beginnt für alle Brüder im Kloster die Nachtruhe, die wir dann wieder für das Nachtgebet unterbrechen…

Aufgabe 8: 

a) Zeichne die folgende Uhr in deinen Hefter. Du kannst die Vorlage verwenden.
Markiere dann:

  • die Gebetszeiten rot,
  • die Arbeitszeit grün,
  • die Zeit für Essen und Freizeit gelb und
  • die Schlafenszeit blau.

b) Nutze deine farbig markierte Uhr, um die folgende Frage im Satz zu beantworten:
Womit verbrachten die Mönche den größten Teil ihrer Zeit?