Klöster im Mittelalter
Frauen im Kloster
Das erste europäische Kloster wurde im 6. Jahrhundert gegründet. Dort lebten nur Männer. Danach wurden an vielen Orten weitere Klöster gegründet, in denen auch nur Männer aufgenommen wurden. Erst im Hochmittelalter (1000 bis 1150) wurde es üblich, Frauenkloster zu errichten.
Gründe für den Klostereintritt
Frauen, die sich für ein Leben im Kloster entschieden, fühlten eine besondere Nähe zu Gott und sahen in der Ausübung des christlichen Glaubens ihren Lebenssinn.
Viele Frauen traten aus Angst um ihr Seelenheil ein. Denn dem christlichen Glauben nach stammten alle Frauen von der Sünderin Eva ab und hatten das Sündhafte von Eva geerbt. Durch ein Leben im Kloster hofften sie, ihre Schuld abtragen zu können und sich von der Erbsünde zu befreien.
Leider muss man aber auch erwähnen, dass viele Frauen gezwungen wurden, ins Kloster einzutreten, zum Beispiel wenn die Eltern die Mitgift nicht aufbringen konnten. Es kam auch vor, dass Ehemänner ihre Frauen zwangen, ins Kloster zu gehen.
Um in ein Kloster eintreten zu können, mussten die Frauen all ihren Besitz abgeben. Wie auch für Mönche galten für Nonnen die Gebote der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams. Wer sich für ein Leben im Kloster entschied, entschied sich gegen jede Art von Luxus und Bequemlichkeit. Der Tagesablauf war von stundenlangen Gebeten bestimmt. Das war nicht immer einfach.
Allerdings hatte ein Klosterleben für Frauen auch Vorteile: Denn hier erhielten sie umfassenden Unterricht. Frauen erreichten im Kloster ein Bildungsniveau, welches sie außerhalb der Klostermauern niemals erreicht hätten.
Wie kleideten sich Frauen im Kloster?
Aufgabe 4:
a) Zeichne drei Nonnen untereinander. (Verwende wenn nötig die Schablone).
b) Zeichne für jede Nonne eine Sprechblase.
c) Trage in jeder Sprechblase einen Text ein, mit dem die (mittelalterliche) Nonne erklärt, warum sie ins Kloster gegangen ist. Jede Nonne hat einen anderen Grund. Beziehe die Informationen auf dieser Seite ein.
.