Die Wohnsituation

Es ist das Jahr 940. Es ist noch dunkel, als sich der Bauer Rupert früh am Morgen von seinem Lager erhebt. Sein Bettgestell besteht aus einfachen Brettern, eine Strohunterlage dient ihm als Matratze. Als Zudecke nutzt Rupert ein Laubbündel. Es ist sehr kalt in der Stube, in der die ganze Familie schläft – denn es gibt nur diesen einen Raum in der kleinen Hütte. Die Kinder schlafen nahe an der Feuerstelle, damit sie vom Rest der Glut in der Nacht noch etwas gewärmt werden können. Das Schlaflager der Kinder besteht aus Stroh und warmen Schafwolldecken. Noch immer liegt der Geruch des Feuers im Raum. Wenn der Wind ungünstig steht, bleibt der Rauch die ganze Nacht in der Stube hängen. Um zu lüften, nimmt Rupert nun das Holzbrett fort, dass er vor die Fensterluke gestellt hat. Die Fensterluke ist nur durch ein aus Stroh geflochtenes Gitter ausgefüllt. Weil die Fensterluke Kälte und Wind in die Hütte lässt, ist sie sehr klein. Leider ist es deshalb in der Hütte sehr dunkel.

 

In der Mitte der Stube befindet sich ein großes Brett auf Holzböcken, darum stehen viele Hocker. Hier nimmt die Familie ihre Malzeiten ein. Über dem aus Lehm gebauten Herd kann man eine weitere Luke für den Rauchabzug erkennen. Neben dem Herd hat Maria ihr Kochgeschirr aufgehängt. 

Rupert ist sehr stolz auf sein kleines Häuschen. Weil Steine für einfache Bauern nicht bezahlbar sind, hat er ein Gerüst aus Holzstämmen errichtet. Zwischen den Stämmen hat er Geflechte aus Ästen eingesetzt. Diese Äste hat Rupert dann dick mit Lehm verkleidet, damit das Haus einigermaßen winddicht wird. Das Dach hat Rupert mit Schilf gedeckt.

AUFGABE:
1. Sammle Notizen über die Einrichtung des Bauernhauses.
2. Erstelle einen Grundriss eines mittelalterlichen Bauernhauses. Nutze ein A4-Blatt. Verwende ein Lineal.
Tipp: Beim Grundriss zeichnest du alles von oben.
3. Beschrifte die Einrichtungsgegenstände.