Neandertaler
Der Neandertaler lebte von vor 130 000 bis vor 30 000 Jahren. Wissenschaftlich korrekt heißt er eigentlich Homo neandertalensis. Aber die meisten Menschen sagen Neandertaler. Warum heißt er Neandertaler? Weil man im sogenannten Neanderthal die ersten Knochen dieser Menschenart gefunden wurden.
Das Neanderthal liegt im Westen Deutschlands. Mittlerweile hat man aber überall in Europa Neandertaler-Knochen gefunden – und sogar in Asien.
Die Neandertaler wurden bis zu 1,80 Meter groß. Ihre Gehirne waren 1500 Kubikzentimeter groß.
Der Neandertaler hatte einen kräftigen, muskulösen Körper. Wie seine Vorgänger hatte er dicke Augenbrauenwülste und einen hervorstehenden Kiefer. Die Nasenflügel und die Nasenöffnungen waren sehr breit. Es könnte sein, dass in der Eiszeit die kalte Luft durch die Nase angewärmt werden musste, damit in der Lunge wärmere Luft ankommt.
Rekonstruktion aus dem Neanderthal-Museum:
Zur Lebensweise ist zu sagen, dass der Neandertaler ausschließlich aufrecht unterwegs war. Bei Neandertaler-Fundorten fanden Forscher verschiedene Werkzeuge aus Stein, Holz und Knochen. Neu ist, dass nun auch Schmuck hergestellt wurde – aus Tierzähnen.
Um sich vor der Kälte zu schützen, stellten die Neandertaler auch Kleidung her – aus Tierfellen. Wir wissen, dass sie von der letzten großen Eiszeit erfasst wurden. In dieser Zeit zogen sie sich in Höhlen zurück und wärmten sich am Feuer. Deshalb werden die Neandertaler auch als „Höhlenmenschen“ bezeichnet.
Es wird vermutet, dass sie sich sogar schon durch Sprache verständigt haben.
Die Nahrung der Neandertaler war: Fleisch. Sie haben wirklich kaum etwas anderes gegessen! Durch das Leben in der Kälte wurde energiereiche Nahrung benötigt. Nur selten gab es Pflanzen und Beeren.