Die Götter der Mesopotamier

Das Leben wirkte auf die Völker Mesopotamiens oft bedrohlich. Sie glaubten, im Chaos zu leben und dass nur Götter Ordnung ins Chaos bringen konnten.
Viele Wetter-Erscheinungen konnten die Menschen damals noch gar nicht verstehen. Gewitter, Stürme oder Überschwemmungen machten ihnen große Angst. 
Für alle Dinge, die den Menschen Angst machten, gab es einen speziellen Gott. Die Menschen glaubten, dass sie durch Anbeten der Götter Katastrophen und Unwetter abwenden können. Demzufolge gab es in Mesopotamien sehr viele Gottheiten – jeder mit einem bestimmten Zuständigkeitsbereich. 



Die Götter und ihre "Zuständigkeitsbereiche":

Die Fruchtbarkeitsgöttinnen Ninhursag, Nintu und Nammu wurden angebetet, um eine reiche Ernte zu bekommen.

Dem Glauben der Mesopotamier nach regierte der Wassergott Enki den Süßwasser-Ozean.

Der Sonnengott Schamasch sorgte, so glaubten die Mesopotamier, für Helligkeit und Wärme.

Ihr kennt Innana Ishtar schon aus dem Gilgamesch-Epos. Sie war die Göttin der Liebe und des Krieges. Außerdem war sie die Schutzgöttin der Stadt Uruk.

Der große Schöpfergott Marduk erschaffte alles.

Woran glaubten die Mesopotamier noch?

Neben diesen Hauptgöttern gab es auch Götter für Ackerbau, Fischerei, Getreide, Ziegel, Weberei und Schmiedekunst.
Außerdem hatte jede Stadt eine eigene Schutzgottheit. Auch an Geister und Dämonen glaubten die Mesopotamier. An den Stadt-Toren standen geflügelte Geister aus Stein, die die Menschen beim Betreten der Stadt segnen sollten. Zum Beispiel dieser hier:

Wie verhielten sich die Menschen gegenüber den Göttern?

Die Menschen waren immer darauf bedacht, die Götter nicht wütend zu machen. Unwetter oder andere Katastrophen wurden darauf geschoben, dass man die Götter wütend gemacht hat.
In diesem Fall mussten die Menschen den wütenden Gott wieder gnädig stimmen.


Und wie genau betete man die Götter an?

Jede Stadt hatte Tempel, in denen bestimmte Götter geehrt wurden. In den Tempeln gab es Altare. Wenn man die Hilfe eines bestimmten Gottes haben wollte, trat man vor den Altar, legte Opfergaben ab und betete zu dem Gott.
Wenn eine Frau zum Beispiel keine Kinder bekommen konnte, wurde die Liebesgöttin Inanna Ishtar angefleht. Die beste Zeit für das Beten im Tempel war der frühe Morgen vor dem Sonnenaufgang.

Das war ja ganz schön aufwändig. Gab es da nicht eine bequemere Variante, die Götter zu ehren?

Ja. Man konnte Beter-Statuetten kaufen. Das waren Steinfiguren, die zwischen 10 und 40 Zentimeter hoch waren. Bei teureren Modellen war der Gott, den man anbeten wollte, auf dem Arm der Steinfigur eingraviert. 
Wer reich war, ließ sich vom Steinmetz eine personalisierte Beter-Statuette anfertigen. Die wurde nach dem Abbild des Auftraggebers gestaltet und trug seinen Namen als Gravur.
Und was war der Sinn der Beter-Statuetten? Man stellte sie im Tempel eines Gottes auf. Nach dem Glauben der Mesopotamier betete die Figur für seinen Besitzer und man musste das nicht mehr selber machen...! Sehr clever, oder?
Das ist so, wie wenn heute ein Christ eine betende Figur in der Kirche aufstellt, damit er selber nicht mehr hin muss... 
Und wie sahen solche Beter-Statuetten aus? Sehr kunstvoll! Die Armhaltung der Figuren erinnert an unsere heutige Armhaltung beim Beten!

Wie stellten sich die Menschen das Aussehen der Götter vor?

Das wissen wir von den kunstvollen Statuen, die ausgegraben wurden: Die Menschen stellten sich vor, dass die Götter menschliches Aussehen hätten – und dass sie makellos schön sind.



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Aufgabe "Götter und Glaube":

Verkehrte Welt: In dieser Aufgabe sind die Antworten vorgegeben. Du musst für jede Antwort die richtige Frage finden.
Schreibe FRAGE UND ANTWORT auf.

Frage 1:
...
Antwort:
Sie wollten, dass die Götter Ordnung ins Chaos bringen.

Frage 2: ...
Antwort: Sie hatten sehr viele Götter. Jeder Gott hatte einen eigenen Zustängigkeitsbereich.

Frage 3: ...
Antwort: Er sorgte für Sonnenlicht und Wärme.

Frage 4: ...
Antwort: Der Wassergott Enki!

Frage 5: ...
Antwort: Marduk!

Frage 6: ...
Antwort: Ninhursag, Nintu, Nammu, Enki, Schamasch, Innana Ishtar und Marduk.

Frage 7: ...
Antwort: Sie sollten die Menschen beim Betreten der Stadt segnen.

Frage 8: ...
Antwort: In Tempeln.

Frage 9: ...
Antwort: Beter-Statuetten.

Frage 10: ...
Antwort: Eigentlich genau wie die Menschen auch. Aber makellos schön.