Der Pharao Cheops war der erste, der vor ungefähr 4500 Jahren auf dem Pyramidenfald von Giseh den Bau einer Pyramide veranlasste. 
Für ungefähr 20 000 Menschen begann nun Schwerstarbeit. Denn es gabt noch keine Maschinen, keine Bagger und keine Kräne...

Die Arbeitsschritte

Am Nil entlang gab es viele Steinbrüche. Dort wurden Granitblöcke abgetragen, auf Schiffe verladen und nach Gizeh gebracht.

Waren die Steine auf der Baustelle angekommen, wurden sie millimetergenau bearbeitet. 

Anschließend wurden die Steine bis zum Pyramidenfeld gezogen.

Wasserträger befeuchteten immerzu die Holzschienen.


Auf dem Pyramidenfeld wurden die Steine Schicht für Schicht übereinander gestapelt.

Forscher sind sich sicher, dass die Ägypter eine Rampe verwendet haben. Schon ab der zweiten Steinschicht wurde diese Rampe benötigt. Doch nach er Fertigstellung der Pyramiden wurden die Rampen vollständig entfernt. Deshalb könnten wir nur noch vermuten, wie diese Rampen genau ausgesehen haben:

So...

... oder so?

Als die Pyramide bis zur Spitze fertiggestellt war, wurde sie mit Kalkstein verkleidet.

Die Arbeiter

Der Pyramidenbau war schwer und bestand aus vielen Einzelarbeiten. Jede Arbeit wurde von einem Spezialisten ausgeführt. Man kann sagen, dass es verschiedene Berufe gab. Jeder gab auf seinem Gebiet sein Bestes...

Steinhauer schlugen Granitblöcke aus dem Steinbrüchen heraus. Waren die Granitblöcke in Gizeh angekommen, wurden sie auf Holzschienen bis zur Baustelle gezogen. In unerträglicher Hitze schlugen die Steinmetze die Blöcke dort mit Hammer und Meißel zurecht – und das bis auf 0,2 Millimeter genau, damit die Steinblöcke am Ende perfekt aufeinanderpassten!

Überall sah man Wasserträger, die den durstigen Arbeitern Erfrischung brachten. Befeuchter spritzen Wasser und Nilschlamm unter die Kufen der Holzschienen, damit diese nicht stecken blieben. Maurer schichteten die Steine nun aufeinander.
Weil die Metallwerkzeuge immer wieder kaputtgingen und sich abnutzten, arbeiteten auf der Baustelle auch Schmiede. Sie reparierten Werkzeuge und stellten neue her.
Schreiner kümmerten sich um die Holzschienen. Diese mussten ständig ausgebessert und erneuert werden.
Während der Überschwemmungszeit waren auch Bauern auf dem Pyramidenfeld beschäftigt. Sie übten schwere Hilfsarbeiten aus. Für diese "Saisonarbeiter" stand ein riesiges Zeltlager bereit, in dem sie und ihre Familien wohnen konnten. Köche sorgen für die Verpflegung der Arbeiter.
Natürlich musste eine so große Menge an Arbeitern streng bewacht werden. Deshalb liefen Aufseher pausenlos auf und ab und brüllten die Arbeiter an.
Während draußen grobe, schwere Arbeiten zu erledigen waren, kümmerten sich im Inneren der Pyramide Künstler im die glanzvolle Ausgestaltung der Großen Galerie und der Kammern. Bildhauer schufen tolle Skulpturen, Maler bemalten die Wände in den Räumen.


Aufgaben:

1. Die Arbeitsschritte: Besuch aus Mesopotamien! Einige Kaufleute kommen nach Ägypten, um Handelsgeschäfte zu vereinbaren. Ergriffen stehen sie vor den Pyramiden und fragen die ägyptischen Beamten, wie denn bitte diese riesigen Bauwerke entstanden sind. Erkläre im Namen des ägyptischen Gastgebers, wie genau der Pyramidenbau verlief. Schreibe Sätze:

Zuerst haben wir aus den Steinbrüchen Granitblöcke geschlagen. Auf Schiffen ...

2
. Vergleiche die beiden Varianten der "Rampe". Beschreibe beide Rampen und gib ihnen passende Namen. Was denkst du, welche Rampe haben die Ägypter verwendet?

3. Die Arbeiter: Stell dir vor, auf der Pyramidenbaustelle hängt ein "Schwarzes Brett". Dort stehen alle freien Stellen. Wer Arbeit sucht, informiert sich dort, was er tun könnte. Ergänze zu jeder Stellenbeschreibung die richtige Berufsbezeichnung.

Arbeite mit Arbeitsblatt oder digital.

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