V E R B E N

Grundwissen

1. Verben bezeichnen Tätigkeiten, Vorgänge oder Zustände.

2. Verben bilden Personalformen.
3. Verben bilden 3 unverändertere Formen: Infinitiv, Partizip I und Partizip II.
4. Es gibt Vollverben, Hilfsverben und Modalverben.
5. Es gibt starke und schwache Verben.
6. Verben bilden sechs Zeitformen.
7. Verben bilden den Imperativ.

1. Verben bezeichnen Tätigkeiten, Vorgänge oder Zustände.


Mit Tätigkeit ist gemeint, dass das Subjekt aktiv etwas tut.
Beispiele: arbeiten, essen, helfen, schreiben, sich waschen

Mit Vorgang ist gemeint, dass das Subjekt an sich einen Prozess oder eine Veränderung erlebt, ohne selbst aktiv etwas zu tun.
Beispiele: aufwachen, einschlafen, sterben, verblühen, wachsen

Mit Zustand ist gemeint, dass das Verb eine gleichbleibende Situation beschreibt.
Beispiele: leben, liegen, schlafen, wohnen, glauben, lieben

Kannst du Tätigkeitsverben, Vorgangsverben und Zustandsverben auseinanderhalten? Teste es hier.

2. Verben bilden Personalformen.

Wir unterscheiden sechs Personalformen.

Es gibt drei Personalformen im Singular (=Einzahl): ich, du, er/sie/es.

Es gibt drei Personalformen im Plural (=Mehrzahl): wir, ihr, sie.

3. Verben bilden 3 unveränderbare Formen:


1. Infinitiv 

  • endet auf -en (lachen), auf -eln (lächeln) oder auf -ern (kichern)


2. Partizip I

  • endet auf -end (lachend, wissend, wartend)


3. Partizip II

  • hat oft die Vorsilbe ge- (gewusst, gemacht),
  • endet oft auf -en (gelaufen) oder -t (gewusst, gemacht)

4. Es gibt Vollverben, Hilfsverben und Modalverben.

Zuerst einmal unterscheiden wir VOLLVERBEN und HILFSVERBEN.

VOLLVERBEN tragen allein Bedeutung: essen, warten, lernen, schlafen, spielen...

HILFSVERBEN tragen allein keine Bedeutung. Es gibt nur drei Hilfsverben: haben, sein und werden. Ein Hilfsverb braucht immer eine Ergänzung:


  • ich bin - - - - > ich bin im Urlaub
  • du wirst - - - - -> du wirst wegfahren
  • er hat  - - - - - > er hat Ferien



Neben den Voll- und Hilfsverben gibt es noch die Modalverben. Sie tragen zwar allein Bedeutung, brauchen aber unbedingt noch eine Ergänzung. Die Modalverben sind:

  • können
  • wollen
  • sollen
  • müssen
  • mögen
  • dürfen

Die folgenden Beispiele verdeutlichen, dass Modalverben wirklich eine Ergänzung brauchen:

Weil Modalverben zwar Bedeutung haben, aber noch eine Ergänzung brauchen, stehen sie zwischen den Vollverben und den Hilfsverben:

5. Es gibt starke und schwache Verben.

Starke Verben verändern ihren Wortstamm nicht, wenn man sie beugt.

Eselsbrücke: Wer stark ist, lässt sich nicht verändern.

Beispiel: heißen
ich heiße, du heißt, er heißt, wir heißen, ihr heißt, sie heißen


Schwache Verben verändern ihren Wortstamm, wenn man sie beugt.


Eselsbrücke: Wer schwach ist, lässt sich verändern.

Beispiel: laufen
ich laufe, du läufst, er läuft, wir laufen, ihr lauft, sie laufen

7. Verben bilden den Imperativ.